Verfahren 01
Galvanisch verzinken im Gestell und in der Trommel
Was ist galvanisches Verzinken?
Verfahren
So entsteht der Zinküberzug
Zink schützt doppelt: als Barriere zwischen Stahl und Luftfeuchtigkeit, und weil Zink unedler ist als Eisen. Wird die Schicht durch einen Kratzer oder eine Bohrung verletzt, geht das umliegende Zink zuerst in Lösung und schützt den freiliegenden Stahl weiter. Dieser kathodische Schutz ist der Vorteil gegenüber einer Lackschicht, die an einer Verletzungsstelle sofort unterrostet.
Vor dem Zinkbad steht die Vorbehandlung: Entfetten, Beizen und mehrere Spülstufen. Ohne saubere Ausgangsoberfläche haftet der Überzug nicht gleichmäßig.
Ausführung
Gestellverzinkung oder Trommelverzinkung
Entscheidungshilfe: Gestell- oder Trommelverzinkung
Nachbehandlung
Nach dem Verzinken kommt die Passivierung
Blanker Zink bleibt nicht lange blank: An feuchter Luft bildet sich schnell Weißrost. Deshalb folgt auf jede Verzinkung eine Passivierung – eine dünne Konversionsschicht, die die Weißrostbildung erheblich verzögert und zugleich das Aussehen bestimmt.
Sie wählen zwischen transparent für einen zurückhaltenden, silbrig-bläulichen Eindruck und den irisierenden Varianten in Blau und Gelb. Alle Ausführungen sind nach DIN 50979 bezeichnet und frei von Cr(VI).
Ablauf
Ihr Auftrag Schritt für Schritt
Wir klären Werkstoff, Schichtsystem, Ausführung als Gestell- oder Trommelware und den Termin.
Ihre Teile werden erfasst, dem Auftrag zugeordnet und für die passende Verfahrensart vorbereitet.
Entfetten, Beizen und Spülen – die Grundlage für einen dauerhaft haftenden Zinküberzug.
Im schwachsauren Glanzzinkbad wächst der Überzug elektrolytisch auf, im Gestell oder in der Trommel.
Die Cr(VI)-freie Passivierung in transparent, blau oder gelb folgt direkt, anschließend wird getrocknet.
Schichtdickenmessung per Röntgenfluoreszenz, Sichtprüfung, Dokumentation – dann gehen die Teile zurück.
Häufige Fragen
Fragen zum galvanischen Verzinken
Galvanisch wird Zink elektrolytisch bei Raumtemperatur abgeschieden, feuerverzinkt wird durch Tauchen in eine rund 450 °C heiße Zinkschmelze. Die galvanische Schicht ist dünner, exakt steuerbar, glatt und maßhaltig – Gewinde und Passungen bleiben erhalten. Die Feuerverzinkung liefert eine deutlich dickere Schicht mit längerem Schutz im Freien, bringt aber Wärmeeintrag, möglichen Verzug und eine rauere Oberfläche mit.